Kohlsalat

04. Dezember 2009

Ciao!

Da ich heute erst am Nachmittag eine Vorlesung habe, wollte ich heute Vormittag einkaufen gehen.

Wenn ich Zeit habe, laufe ich dann nicht den direkten Weg, sondern erkunde ein wenig die kleinen Straßen und Gässchen. Abseits von den Touristenplätzen gibt es immer etwas zu entdecken. So bin ich heute zufällig über einen kleinen Gemüsemarkt gestolpert. Natürlich war ich überglücklich mein Gemüse dort zu kaufen, frisch vom Bauern, und nur halb so teuer wie im Supermarkt!

Bei einem älteren Herrn habe ich von Kürbis bis Äpfel alles bekommen. Sogar einen besonders schönen großen Salatkopf. Obwohl dieser grün, rund und “salatartig” aussah, war ich mir nicht sicher, ob es sich auch um einen Salat handelt. Daher habe ich nachgefragt. Der Herr hat mir versichert, dass es einer sei und fragte noch freundlich ob ich ihn ganz fein aufgeschnitten haben wollte. ??? Wieso denn “ganz fein aufschneiden” ??? Das erschien mir unnötig.

Daheim angekommen, wollte ich mir einen leckeren Salat machen. Leider musste ich feststellen, dass ich einen KOHLSALAT gekauft hatte! Auf einmal war alles klar. Toll,  manchmal sollte man sein Hirn einschalten…

Jedenfalls habe ich jetzt 3 Tonnen Kohlsalat im Kühlschrank. Was ich damit mache weiß ich noch nicht, denn als Salat mag ich ihn eigentlich nicht gerne. Die nächste Woche werden also alle Kohlrezepte ausprobiert, die mir über den Weg laufen :S

So ich muss wieder los! Ciao!

Die verrückte italienische Designerin

Hühnerbrühe

22. November 2009

Freitagmorgen,  der letzte Arbeitstag in einer geschäftigen Woche. Ich überflog gerade nochmal die Aufstellung für mein Experiment als das Telefon klingelte. Mein Sohn meldete sich. Er sei im Krankenhaus und ich solle ihn abholen. Ja, ich organisiere einen Transport. Um was ging es denn hier genau? Schweinegrippe sei die Diagnose.  Ich kontaktierte den Göttergatten, ob er ihn abholen könne. Göttergatten können das aber selten, sie gehen immer einer wichtigen Beschäftigung nach.

Tja, ist jetzt meine Arbeit weniger wichtig? Diese Frage musste später beantwortet werden. Den Chef informiert, dass Emi sich nun ins Wochenende oder genauer zur Krankenpflege verabschiedet. Schweinegrippe, diese Diagnose sorgt schon von selbst für Abstand und bedarf keiner weiteren Erklärung. Eine Stunde später trudelte ich also im Krankenhaus ein. Kein Sohn auffindbar. Irgendwann fand ich ihn in einem Kellerkämmerchen. Sozusagen in Quarantäte. Irgendwie sahen wir lustig aus mit Mundschutz und Handschuhen. Schön, dass sie kommen konnten, so begrüßte mich der Arzt. Jetzt erst begriff ich, dass es hier scheinbar wirklich um eine ernstere Sache ging.  Ich ging davon aus, dass der Sohnemann im Eingangsbereich sass und auf das Mama-Taxi wartete. Die Ergebnisse der Laboruntersuchung gäbe es am Abend. Isoliert halten. Vor älteren Menschen Abstand halten. Nichts leichter als das. Sollte doch gerade heute noch zuhause der 80. Geburtstag einer Tante gefeiert werden. Und am darauffolgenden Tag der Geburtstag vom Opa. Es ist schon bemerkenswert, wie lässig man inzwischen mit solchen Nachrichten um geht. 20 Jahre Familienleben härten einen ab. Der Sohnemann war froh endlich wieder zuhause in seiner Falle zu liegen.

Während der Sohnemann sich also gesund schlief, feierte der Rest der Familie das Familienfest. Natürlich sorgte diese Diagnose für Gesprächsstoff und sämtliche Hausmittel wurden durchgegangen. Was stärkt das Immunsystem? Was hat die Urgrossmutter schon angewendet? Interessant waren auch die Meinungen, wann man einen Arzt konsultieren sollte. Was können Jugendliche überhaupt tun, um sich nicht zu erkälten? T-shirts und Chucks, die gabs damals nicht so richtig. Wollstümpfe und festes Schuhwerk waren damals angesagt. Wir waren uns jedoch einig, dass Hühnerbrühe sehr gut helfen würde. Und so hetzte ich natürlich noch kurz vor 20.00 Uhr zum weitgelegenen Supermarkt um das letzte frische Huhn zu ergattern. Dieses Huhn wurde dann in kaltes Wasser gegeben und einmal abgekocht. Das Kochwasser wurde abgegossen und nochmals angesetzt. Dass sei wichtig! Ah, was Neues dazu gelernt. Dann kam Suppengemüse, Zwiebel, Lorbeerblatt und zerstossener Pfeffer dazu. Und dann braucht man nur noch Zeit. Ca. 90 min köchelte dieses Huhn leise vor sich hin. Es entstand eine köstliche Brühe, die der Sohneman leider verschmähte. Zwei Tage lang haben wir für diese excellente Brühe geworben, ohne Erfolg. Aber die 80 jährige Tante war glückselig. Sie hatte schon lange nicht mehr in großen Töpfen gerührt. Für sie war es ein Koch-Event. Ach ja, die Laborergebnisse, die haben wir nach zwei Tagen endlich erhalten. Negativ! Eine ganz normale Grippe. Der Sohnemann hat endlich kein Fieber mehr und befindet sich so langsam auf dem Wege der Besserung. Die neue Woche wird für Emilie mit einem spannenden Experiment beginnen…..

Königsberger Klopse

14. November 2009

Ein Ausflug in die Stadt sollte es heute sein. Einfach nur mal bummeln in aller Ruhe. Ah ja, ich könnte mir dann ja endlich die längst überfällige Brille kaufen. Also rein zum Optiker, heute ist ein guter Tag um Brillen zu kaufen. Ein netter junger Mann, erfahren im Umgang mit unentschlossenen Kundinnen, warf einen Blick auf meine Brillenauswahl. Schwupp di wupp wurden die frischgrünen Gestelle weg gepackt. Die machen zu alt. Auch recht. Das rote sollte es sein mit den schicken Bügel. Uh, ist das Teil schwer auf der Nase. Mir fiel plötzlich ein, dass meine Brille schon robust sein sollte und Titan müsste es auch sein wegen meiner Nickelallergie. Ah ja, moment…ich habe da was für sie. Ein stinklangweiliges kupferfarbenes, nichts wiegendes Modell. Natürlich passt es in mein Gesicht, aber das ist auch alles. Frust!!! Ich will diese schicken roten Bügel. Warum sehen diese Titanbrillen immer so gut situiert und langweilig aus. Ich habe den Laden verlassen ohne eine Brille zu kaufen. Der Göttergatte solle doch zur nächsten Beratung mitkommen, er würde sicher meinen Brillentyp kennen….???

Wenn schon keine Brille, dann wenigstens mein heißgeliebtes Brot. Es wird von einer Bäuerin im Glottertal gebacken und der Weg auf den Markt lohnt schon nur wegen diesem Brot. Vor einem Stand war ein Menschenauflauf. Was verkaufen die denn da? Kuchen. Ah, das war also dieser Stand mit diesem berühmten Käsekuchen. Bitte einmal Klassik. Irgendwie ist es ein gutes Gefühl, wenn man so eine Kuchenschachelt in Empfang nimmt. Tolle Aussichten, man kommt heim und kann den Kaffee noch mehr genießen.

Weiter gings in den modischen Bereich. Eine Jacke wäre nicht schlecht. Allerdings war nach einer Stunde anprobieren immer noch nichts dabei.  Warum werden wir “Mittelalter Frauen” eigentlich nicht vom Modemarkt wahr genommen? Ich bin kein Modell Hungerhacken und will auch keines sein. Ich will mich nicht in Presswurst-Mode zwängen, bloss weil für die Modemacher Frauen nur in Größe xs existieren. Warum ist das so? Der Markt scheint zu schlafen. Verfügt die Generation Mittelalter doch über genügend Geldreserven. Macht nichts, die alte Jacke tut es auch noch. Ich bin schon richtig “nachhaltig” was Mode angeht!

Genug von der Stadt, genug von diesem schon beginnenden “Weihnachts-Einkauf-Wahn”.  Wochenende, das heißt auch immer kochen. Letzte Woche sah ich einen Fernsehbericht über zwei Männer, die ein Buch veröffentlichen über günstige Rezepte. Was kommt bei diesem Thema raus? Meistens Eintopf! Für was steht Eintopf? Viel Zeit, viel schnippeln, lecker! Mir fielen die Rezepte meiner Kindheit ein. Mein Vater kochte leidenschaftlich gerne Eintöpfe. Dabei nahm er die ganze Küche in Beschlag. Zum Leidwesen meiner Mutter. Ein Lieblingsgericht meiner Mutter waren die Königsberger Klopse.  Und die habe ich heute gekocht und sie waren ein Genuss! Der Knödel ist nichts spektakuläres, aber die Soße. Zitrone, Kapern, Sardellen und Senf, zählt man das zu seiner Grundausstattung, wird immer eine köstliche Soße daraus. So eine Soße basiert auf einer Mehlschwitze. Längst nicht mehr zeitgemäß, ich weis, aber gut. Und morgen stehen Linsen auf dem Plan.

Schokolade und Chaosprojekte

11. November 2009

Hallo!

Nachdem ich nun die letzte Woche damit verbracht habe ein Projekt von mir um zu setzten, das partout nicht fertig werden wollte, ist es doch endlich geschafft. Leider hat meine Laune darunter gelitten, weshalb ich im Moment ein wenig schlecht drauf bin.

Eine Pause gibt es nicht, denn seit heute läuft schon wieder ein neues Projekt:

Designtheorie, heißt das Thema der Vorlesung. Nachdem wir anfangs noch erwartungsvoll auf eine neue Aufgabe gespannt waren, haben wir erfahren dass wir Vorträge vorbereiten sollen. Obwohl ich die Bibliothek mit den ganzen Büchern liebe, habe ich keine große Lust mehr wie in der Schule stundenlang zu recherchieren. Aber na gut, machen wir das.

Der Schokoladenkonsum steigt, die Stimmung sinkt weiter. Momentan renne ich auch noch tapfer alle zwei Tage meine Runden, daher kompensiere ich die extra Kalorien.

Ablenkung ist hier sehr wichtig. Wenn man den ganzen Tag nur einer verrückten Idee nachrennt, fällt man irgendwann in ein Loch. In einer neuen Stadt kann man viel entdecken. Also gehe ich auf den Wochenmarkt, fahre mit dem Fahrrad durch die Straßen oder gehe abends mit Freunden aus.Für lange Ausflüge habe ich dennoch nicht den Nerv. Vielleicht sollte ich mich trotzdem einfach mal in den Zug setzen.

Es ist mal wieder viel zu spät geworden heute, daher:

Ciao -bis bald!

die abgefahrene italienische Designerin

Linzer Torte

10. November 2009

Eigentlich wollte ich heute darüber nachdenken, wann und mit was ich in die Weihnachtsbäckerei starte. Nachhause kommen, Kaffee trinken, die Küche präparieren für ein gutes Gelingen….

Mein etwas träger Chef, hat seinen Job nicht gemacht und delegiert deshalb. Leider an mich. An wen delegiere ich jetzt? So läuft das doch heute in der arbeitenden Bevölkerung. Leider verfüge ich über so ein blödes ich-fühle-mich-trotzdem-zuständig-Gen. Man könnte es auch Gewissen nennen.  Als Teamplayer kann ich unserer Truppe doch nichts böses wollen! Doch ich will, will dass unsere Truppe mal schlecht abschneidet. Also zurücklehnen und abwarten was passieren wird. Ich kann ja dann anschließend eine Linzer Torte mitbringen und für bessere Laune sorgen. Ein guter Plan, Emilie!

Wo war ich stehen geblieben? Bei der Linzer Torte. Hier im Schwarzwald hat  fast jeder Haushalt ein Rezept dafür. Im Sommer werden dafür Beeren gesammelt. Marmelade wird gekocht und im November wird pfundweise Butter verknetet und diese leckere Torte gebacken. Nicht zu dünn, nicht zu dick soll sie sein. Sie lagert in der Kälte und wird an Adventssonntagen verspeist. Vorzugsweise von Männern.

Heute werde ich sie nicht mehr backen.  Heute gibts ein Glas Rotwein und Tatort!

Was ist mein Ziel?

08. November 2009

Dieser Frage habe ich mich gestellt und bin nur teilweise zu Ergebnissen gekommen. Die erste Erkenntnis, das Geschreibe muss zeitlich begrenzt werden. Ein Jahr werde ich investieren, danach gibt es sicherlich noch andere Sachen, die ich entdecken möchte. Immer aufgeschlossen für Neues sein, eine Devise von Emilie.

Das Design eines Blogs ist scheinbar wichtig. Jetzt bin ich gespannt, ob ich nach einem Jahr auch Verbesserungsvorschläge   “so sieht ein richtig guter Blog aus” mache.  Derzeit ist mir das geschriebene Wort am wichtigsten. Meine Entwicklung in Sachen Blog interessiert mich also. Gelingt es der alten Emilie nach einem Jahr schnell einen Artikel zu posten und ihn auch noch in der richtigen Kategorien zu platzieren. Hat sie dieses Dashboard nach einem Jahr verinnerlicht?

Jetzt aber zum Alltagsgeschehen. Neben mir sitzt ein gefräßiges Katzentier dessen Zukunft weiterhin  gesichter ist! Gerade habe ich den frisch gereinigten (vor 4 Tagen) und bereits 5 mal markierten schweineteuren Berberteppich Richtung Ausgang geschleppt. Der Familienrat hat beschlossen, wir werden diese Problematik aussitzen. Mit gehangen, mit gefangen! Wir werden ohne Teppiche leben. Keine Ahnung, warum so ein Teppich nicht in sein Revier passt. Die Leute von der Reinigung werden mich zwar für bescheuert halten, aber damit kann ich leben. Ohne Teppiche allerdings nicht so gut. Was tut man nicht alles für seinen Seelentröster? Und das ist dieses gefräßige Katzentier nun einmal für mich.

Ein Streit mit dem Göttergatten hat mich auch vom designen meines Blogs abgehalten. November ist unser Streitmonat, diese Erkenntnis kam mir heute morgen. Nach einer wachen Nacht, hab ich mich frühmorgens an den Herd gestellt und unser Sonntagsessen gezaubert. Während das Fleich anbrät, kann man sich ja so seine Gedanken machen. Wie, wo, wann man die Friedenspfeife rauchen wird. Wird man sie überhaupt rauchen? Bemerkenswert ist auch, dass man sich über all die Jahre immer über die gleichen Themen streitet. Scheinbar gelingt es nicht hier flexibler zu werden. Im Gegenteil. Schon die kleinsten Anzeichen genügen und die rote Alambirne geht an. Okay, dieser Streit sollte nicht den sonntäglichen Flair stören, deshalb habe ich schon was leckeres gekocht. Als Dessert ist mir eine ausgezeichnete weiße Mousse gelungen. Sie hat die richtige Konsistenz! Das Rezept gibt es auf Anfrage, da ich immer noch mit einem Familienmitglied diskutiere, ob es richtig ist Familenrezepte weiter zu geben. Wie ist eure Meinung zum Thema Weitergabe von Rezepten?

WWW here I am

05. November 2009

Nach langem Überlegen habe ich mich endlich aufgerafft und diesen Blog entstehen lassen.

Mein Dank gilt dayhawk, dem Impulsgeber (vor sehr langer Zeit) und Matthias, dem Computerspezialisten.

Emilie kocht….

Manchmal richtig gut, manchmal vor Wut, machmal ihr eigenes Süppchen.

Lasst euch überraschen!

05.11.2009

Die Seite läuft! So viel Neues! Keinen Plan wie ich Ordnung in diese vielen Funktionen zum Erstellen der Seite bekomme.

Gleichzeitig sollte ich noch etwas Essbares für meine hungrigen Männer zaubern. Im Wohnzimmer herrschen Minusgrade und es beschäftigt mich die Frage, kommt unsere Katze ins Tierheim? Erstmal für gute Laune bei den Männern sorgen und kalte Platten zaubern. Dazu verwende ich die Zutaten, die der Kühlschrank heute hergibt. Fürs Feuer sind ja bekanntlich die Männer zuständig. Der Göttergatte schwingt schon das Beil. Bleibt noch die Frage zur Katzenzukunft. Ehrlich, die will ich heute nicht entscheiden.

Heute läuft erstmal Emilie’s Seite.